FUGE. Zwischen Übermorgen und Gestern

Museum Ulm

Eröffnung: 18. September 2021
Laufzeit: 19. September – 7. November 2021

In der Musik beschreibt die Fuge ein musikalisches Prinzip der Komposition, das auf dem Konzept der Polyphonie oder Vielstimmigkeit basiert: Ein polyphones Musikstück bildet einen gemeinsamen Klangkörper aus mehreren Stimmen, die ohne Hierarchien nebeneinander existieren. In der Fuge bleibt jede Stimme in ihrer eigenen Färbung wahrnehmbar und kann gleichermaßen in den Vordergrund treten.

Die Ausstellung FUGE. Zwischen Übermorgen und Gestern des interdisziplinären Netzwerks INTER– greift das Prinzip der Fuge als Methode des Einfügens und Verbindens auf, um das Verhältnis von Individuum und Gruppe in der Ausstellungsproduktion zu verhandeln. Die Fuge verweist auf die Mehrstimmigkeit des Netzwerks: die verschiedenen Kontexte sowie künstlerischen oder theoretischen Disziplinen der einzelnen Akteur*innen.

INSIDE

Nails Projectroom, Düsseldorf

Laufzeit: 4. – 26. Juli 2020

Im Juli 2020 eröffnet im Nails Projectroom in Düsseldorf die zweite Ausstellung der Initiative INTER–. Mit dem Titel INSIDE widmet sie sich der Schnittstelle von Bildender Kunst, Sprache und Literatur. Ausgangspunkt ist der Raum, der durch einen Vorhang von der Außenwelt abgeschirmt wird. Was im ersten Moment hermetisch anmutet, wird im Inneren Thema intermedialer Auseinandersetzung. Dabei spielt Sprache in Form von Videoarbeiten, Musik, Stickereien oder einer Lesung eine entscheidende Rolle: Sie vermittelt zwischen Innen und Außen. Die Grenzen zwischen Raum, Bild und Sprache verlaufen dabei fließend, sodass gewohnte Sprachsysteme, Transformations- und Übersetzungsprozesse befragt werden.

OUTSIDE

Ehemaliges Casino, Waldhausener Str. 2–6, Mönchengladbach

Laufzeit: 22. Juni – 12. Juli 2020

Für die Ausstellung OUTSIDE verwandeln Künstlerinnen unterschiedlicher Disziplinen das ehemalige Casino auf der Waldhausener Straße in Mönchengladbach in einer kollaborativen Arbeitspraxis zu einem temporären Ausstellungsraum. In Anlehnung an die zentrale Bedeutung des Textil- und Produktdesigns im Niederrhein entwickelten die Künstlerinnen textile, objekthafte und szenische Werke, die gängige Zuschreibungen von Objekten zwischen Kunst, Design und Funktionalität infrage stellen und spielerisch neue Perspektiven entwickeln. Ausgangspunkt der Ausstellung bildet die Auseinandersetzung mit dem Außen. Dieses reicht von Kleidung, die zur Abgrenzung und Identitätskonstituierung dient, über räumliche Definitionen eines Draußen, das sich jenseits eines klar markierten Innenraums befindet bis hin zum Außen, als etwas jenseits von Gewohnheiten, Eindeutigkeit und vorgegebenen Strukturen.